Zukunftspakt für einen sozial-ökologischen Aufbruch aus der Krise

Das Corona-Virus hat die Menschheit zu Beginn dieser Dekade in einen Ausnah-mezustand versetzt. Wir betrauern weltweit bereits Hunderttausende Tote und großes Leid. Zugleich hat die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Der internationale Währungsfonds prognostiziert, dass Corona zur schlimmsten Wirtschaftskrise seit der großen Depression der 1930er Jahre führen wird. Auch am Arbeitsmarkt drohen stärkere Verwerfungen, als wir sie während der Finanzkrise erlebt haben. Es droht, dass sich soziale Ungerechtigkeiten und Risse im gesellschaftlichen Zusammenhalt vertiefen: Zwischen jenen Menschen, die im Homeoffice arbeiten und weiter ihre Gehälter beziehen, und denen, die arbeitslos geworden sind oder in Kurzarbeit ste-cken. Zwischen Männern und Frauen, da letztere in der Realität die Hauptlast durch geschlossene Kitas und Schulen tragen – mit den erwartbaren negativen Folgen für ihre Erwerbsarbeit und Karrieren. Wir stehen vor der größten Herausforderung der Nachkriegszeit. Die Bewältigung dieser Krise wird noch Monate und Jahre in Anspruch nehmen, sie wird weltweit Wirtschaftsprogramme in Billionenhöhe in Anspruch nehmen.

 

Die kommenden Monate stellen uns damit vor eine Wahl: Schreiben wir eine alte Politik, die alte Brüchigkeit, die alten Probleme, die alten Ungleichheiten fort und schaffen damit neue? Oder treiben wir beherzt die nötigen Veränderungen voran und bauen Wirtschaft und Gesellschaft auf festen Grund? Der Bundestag ist überzeugt, dass nur ein politischer Aufbruch nachhaltig aus der Krise führt. Dazu braucht es eine sozial-ökologische Transformation unseres Lebens und Wirtschaftens.

 

Der Zukunftspakt zum Nachlesen