Unsere Essener Innenstadt braucht neue Ideen für mehr Aufenthaltsqualität und einen Pakt für die Rettung des Einzelhandels

Zu den Folgen der Corona-Pandemie für die Essener Innenstadt und dem Programm zur Rettung Innenstädte seiner Fraktion erklärt Kai Gehring, Essener Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen:
Die Innenstadt ist mit ihren Geschäften und Gastronomie das Herz Essens – brauch aber neue Impulse. Mit der Corona-Pandemie kamen zeitweise Schließungen und ein gewaltiger Umsatzeinbruch, der Existenzen und Einzelhandel gefährdet. Die Ankündigungen zur Schießung beider Filialen von „Galerie Karstadt Kaufhof“ sowie von „Karstadt Sport“ ist die sichtbarste, aber bei weitem nicht die einzige Folge. Für den Erhalt setze ich mich weiter ein. Zugleich müssen wir nach vorne denken. Trotz steigender Mieten und der Konkurrenz des Online-Handels haben die Essener Gewerbetreibenden mit ihrem Engagement dafür gesorgt, dass unsere Innenstadt vielfältig und lebendig bleibt. Die Corona-Pandemie darf jetzt nicht zum Fiasko und Menetekel unserer Einkaufsstadt werden. Unsere Innenstadt braucht neue kreative Ideen für mehr Aufenthaltsqualität und einen Pakt für die Rettung des Einzelhandels.
Als GRÜNE im Bundestag fordern wir einen bundesweiten Pakt zur Rettung der Innenstädte in Höhe von einer Milliarde Euro, der auch Essen als Ruhrgebietsmetropole zugutekäme. Dazu gehört ein Notfallfonds zur Städtebauförderung, um Ortskern und Stadtzentrum attraktiver zu gestalten. Denn auch bei uns in Essen ist die Innenstadt viel mehr als nur ein Raum, um einzukaufen. Es ist auch ein Ort des sozialen Miteinanders, wo sich alle Menschen wohlfühlen sollen, sich gerne aufhalten und verweilen – dafür braucht es mehr als ein paar bunte Blumenkübel. Wo große Immobilien leer zustehen zu drohen, muss ein Kauf durch die Kommune mit Hilfe dieses Notfallfonds in Erwägung gezogen werden. Damit gerade Kleingewerbe, alteingesessenen Händlern oder Traditionsbetrieben in der Krise nicht die Luft ausgeht, wollen wir diese ganz besonders unterstützen. Die bisherigen Zuschüsse der Bundesregierung müssen bis Ende des Jahres verlängert werden. Auch unsere Kauf-vor-Ort-Gutscheine in Höhe von 250 Euro würden helfen, das lokale Gewerbe zu unterstützen.“
Das grüne Programm zur Rettung der Innenstädte ist hier nachzulesen: PDF