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Pressemitteilung

Corona-Pandemie: Essener Studierende und Azubis drohen aus der Bildungslaufbahn zu fliegen

Kai Gehring, grüner MdB für Essen setzt sich für pragmatische und unbürokratische Lösungen ein

Uni geschlossen, studentischer Nebenjob weg, Kurzarbeit im Ausbildungsbetrieb, Eltern wegen Corona in finanzieller Misere: Von den gut 60.000 Studierenden und Auszubildenden in Essen erreichen Kai Gehring immer mehr Hilferufe. „Studierende und Auszubildende drohen pandemiebedingt finanziell aus ihrer Bildungslaufbahn zu fliegen. Stadt, Land und Bund sind gefordert, dass niemanden durch Corona die Bildung geklaut wird.“

Ein großes Problem für Studierende sind wegfallende Nebenjobs zum Beispiel in der Gastronomie und Veranstaltungswesen. Gleichzeitig suchen unter anderem Supermärkte und die Landwirte im Süden der Stadt verstärkt nach Aushilfen. Die Kliniken in der Stadt freuen sich über Medizinstudierende, die bei der momentanen Spitzenbelastung des Gesundheitssystems mit zur Hand gehen. Gehring: „Stadt und regionale Arbeitsagentur sollten verstärkt als Mittler zwischen studierenden Jobsuchenden und Jobanbietern auftreten.“

Neben der Vermittlung von Nebenjobs müssen Bund und Länder pandemiebedingte Unsicherheiten bei der Bildungsfinanzierung abfedern helfen. Zwar habe die Bundesregierung erste Verbesserungen auf den Weg gebracht – die Anrechnungsregeln im BAföG für Tätigkeiten im Gesundheitswesen und der Landwirtschaft wurden verbessert – dennoch bleiben Lücken, betont der Bundestagsabgeordnete. Denn Bafög erhalten nicht einmal 13 Prozent aller Studierenden. In NRW arbeiten sieben von zehn Studierenden nebenher, fast zwei Drittel davon, weil sie sonst nicht über die Runden kommen. Gehring: „Damit wegfallende Nebenjobs nicht zu Abbrüchen führen, braucht es eine vorübergehende Öffnung der Grundsicherung für Studierende. Für unverschuldet in Not geratene inländische wie internationale Studierende müssen zudem Notfonds geschaffen und ausgebaut werden, um bei Geldproblemen pragmatisch und flexibel unterstützen zu können.“