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Pressemitteilung

Mehr Forschung für Frieden und Entwicklung

Anlässlich des morgigen Welttags der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung erklären Ottmar von Holtz, Sprecher für zivile Krisenprävention, und Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

 

„Frieden ist  mehr als die Abwesenheit von Krieg, sondern braucht Strategien, Konzepte und Lösungsansätze für friedliches Zusammenleben. Der Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung erinnert uns daran, dass Frieden eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung und Aufarbeitung braucht. Hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ist Europa dafür das beste Beispiel. Die Friedensforschung kann uns heute dabei helfen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und auch in Zukunft in Frieden zusammenzuleben.

 

Genau hierfür fehlt der Großen Koalition aber das Verständnis. Sie sieht untätig zu, wie die renommierte Deutsche Stiftung Friedensforschung von der Substanz zehrt, statt ihr das nötige Kapital zu geben. Auch die Nachwuchsförderung reicht nicht aus, um zukünftig ausreichend Know-how zu Fragen der Stabilisierung, Schlichtung, Versöhnungsarbeit und Prävention vorzuhalten. Trotz eindringlicher Warnungen aus der Forschung vor den verheerenden Folgen der Klimakrise als Auslöser bewaffneter Konflikte und Fluchtursache weltweit, bremst die Bundesregierung bei Klimafolgenforschung und Klimaschutz.

 

Zwischen dem Bundestag, den Ministerien und den deutschen Friedens- und Entwicklungsforschungsinstituten sowie den entsprechenden Lehrstühlen sollte ein engerer und nachhaltigerer Austausch erfolgen, damit die wertvollen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der große Erfahrungsschatz der Friedens- und Konfliktforschung endlich stärker in die deutsche Außen-, Entwicklungs- und Klimapolitik einfließt. Immerhin ist es gelungen, dass auf der Deutschen Hochschule der Polizei ein Lehrstuhl für internationale Polizeimissionen eingerichtet wurde. Aber auch dies darf nur ein erster Schritt sein, damit endlich mehr deutsche Polizistinnen und Polizisten in internationalen Missionen teilnehmen.“