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Pressemitteilung

Mobilitätswoche/ Verkehrswende: Endlich Essen fit und flott machen!

Zur europäischen Mobilitätswoche, die erstmals auch in Essen ausgerichtet wird, erklärt Kai Gehring, Mitglied im Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen, und Essener Parteivorsitzender:

Dauerstau auf der B224, fehlende Radwege, nur Stehplatz im RE1, schlechte Taktungen bei „Ruhrbahn“ und DB – mobil sein in Essen und im Revier verlangt Geduld und gute Nerven. Umso wichtiger ist es, im Rahmen der Mobilitätswoche der Europäischen Kommission über alternative Verkehrskonzepte für Essen und das Ruhrgebiet zu diskutieren. Um das Ziel der Stadt zu erreichen, bis 2035 die Mobilität zu je 25% auf die vier Säulen Auto-, Fahrrad-,Fußgänger- und Nahverkehr zu verteilen, muss in Essen endlich eine Verkehrswende eingeläutet werden. Wann, wenn nicht jetzt im Grünen-Hauptstadt-Jahr, müssen die Weichen substanziell anders gestellt werden, um so die Lebensqualität aller Bürger zu steigern.

Eine jahrzehntelange Politik der autogerechten Stadt hat Essen zerrissen (z.B. durch innerstädtische A40), lässt unsere Heimat in Lärm und Dreck versinken und hat dennoch den Dauerstau auf den zahlreichen Autoschneisen nicht verhindert. Der Abgasskandal und das Gekungel von Union und SPD mit der Autoindustrie muss ein Weckruf für moderne Mobilität sein – so geht’s nicht weiter. Die Zukunft fährt abgasfrei. Wir wollen saubere Luft, Klimaschutz, Gesundheit und eine Automobilwirtschaft mit Zukunftsjobs.

Die Verkehrswende, die ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußgänger-Verkehr bringen soll, muss vom Bund angeschoben und finanziell flankiert werden. Aber auch die Politik in Essen ist gefragt, auf kommunaler Ebene die Weichen vernünftig zu stellen. Auch mit dem Titel „Grüne Hauptstadt“ ist Essen nirgends Pionier oder Vorreiter, sondern kann bislang leider nur als schlechtes Beispiel einer autofixierten Stadtplanung dienen.

Eine nachhaltige Verkehrswende setzt auf besseren und eng getakteten öffentlichen Nahverkehr mit günstigen Tarifen. Dem E-Auto wollen wir zum Durchbruch verhelfen: mit einem Ausbau von Stromtankstellen in Essen und mehr Forschung und Entwicklung bundesweit. Wenn die deutsche Automobilindustrie den Anschluss an die Moderne verpasst, stehen hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. Ähnlich wie in anderen Ländern sollen in Deutschland ab 2030 nur noch abgasfreie Neuwagen zugelassen werden. Schließlich müssen mehr und sichere  Radwege in Essen gebaut werden und mit dem „Radschnellweg Ruhr“ vernetzt werden. Die anhaltenden peinlichen Verzögerungen beim Bau des überregionalen Radschnellwegs auf dem Essener Stadtgebiet muss die Große Koalition im Rat der Stadt schleunigst beenden.

Mit einer nachhaltigen Verkehrswende wird Essen wieder flott und fit. Weniger Lärm und weniger Schadstoffe freut die Gesundheit von Jung und Alt und machen unsere Ruhrgebietsmetropole ein stückweit lebenswerter.