Im Bundestag will ich mich weiter stark machen: für Fairness, Vielfalt, Freiheit

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Heimat

Grüne besetzen Wahlkreise zur Bundestagswahl – Gönül Eğlence und Kai Gehring treten im September an

 

Auf ihrer Mitgliederversammlung am Mittwochabend haben die Essener Grünen ihre Direktkandidat*innen für die beiden Essener Wahlkreise gewählt.

Gönül Eğlence (37) hat sich bereits im Dezember mit ihrem erstmaligen Versuch auf einem aussichtsreichen Platz 19 der Landesliste zur Bundestagswahl durchgesetzt. Als Parteivorsitzende und ehemalige Kandidatin zur Wahl der Oberbürgermeister*in steht sie in Essen für gelebte Vielfalt und kandidiert nun für den Nordost-Wahlkreis 119 – Essen II.

„Im sogenannten postfaktischen Zeitalter will ich – auch mit meiner Person – gegen den Populismus ankämpfen. Eine faire und gerechte Gesellschaft, ungeachtet der Adresse oder Herkunft, braucht mehr als ein paar druckreife Sätze. Ich will mich mit der Zivilgesellschaft aus Kunst und Kultur und für Bildung, Vielfalt und Nachhaltigkeit zusammentun und innovativen Initiativen und Gruppen eine Stimme geben. Nur im Dialog schaffen wir es gemeinsam für Essen und das gesamte Ruhrgebiet, dass kein Stadtteil aufgegeben oder vernachlässigt wird. Das fängt unter anderem bei der Wohnungs- und Sozialpolitik an und geht über eine sozial-ökologische Stadtentwicklung der Kulturhauptstadt 2010 und Grünen Hauptstadt 2017 weiter.“ sagt Eğlence, die auch im Landesvorstand der GRÜNEN NRW engagiert ist.

Sie streitet außerdem für eine moderne Integrationspolitik, die Förderung vorantreibt und Teilhabe ermöglicht. „Eine Einwanderungsgesellschaft zeichnet sich auch dadurch aus, dass lokale Anforderungen längst nicht mehr nur auf lokalen Ursachen beruhen. Deshalb ist der Blick über den Tellerrand auch im Sinne unserer Stadt notwendig und wichtig.“ so Eğlence.

Der Rüttenscheider Kai Gehring (39) steht in seinem Südwest-Wahlkreis 120 erneut zur Wahl und gilt durch sein Engagement in Berlin bundesweit als ausgewiesener Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftsexperte.

Neben mehr Bildungsgerechtigkeit und zukunftsweisenden Innovationen setzt Gehring sich für eine offene, liberale und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein.“Ich will in einem Land leben, in der jede und jeder ohne Angst verschieden sein kann – egal, wo man geboren wurde oder herkommt, was man glaubt oder wen man liebt“, so Gehring. „Chancen- und Bildungsgerechtigkeit sind ein Wert und Grundnahrungsmittel einer gerechteren Gesellschaft. Wir brauchen mehr Forschung, um aus Ideen sozial-ökologische Innovationen und neue Jobs zu schaffen. All das kommt Essen als grüner Hauptstadt, Kulturmetropole und Wissenschaftsstadt zugute. Für meine Heimatstadt will ich jetzt erst recht weiter Partei ergreifen: für mehr soziale Gerechtigkeit und für Vielfalt. Ich trete weiter an gegen Armut, Hass und Hetze und freue mich auf einen lebendigen Wahlkampf in Essen. Nach Brexit und Trump spüren die Menschen: 2017 geht es um was, und es macht einen Unterschied, wer regiert.“

Gehring hat für Essen in Berlin über die Jahre vieles erreicht, zuletzt gelang es ihm fraktionsübergreifend 4 Millionen Euro für die Gestaltung der „Grünen Hauptstadt“ im Bundeshaushalt zu verankern. Er freut sich auf den Wahlkampf mit dem ebenfalls Mittwoch gewählten Spitzenduo Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, die er beide aus langjähriger Zusammenarbeit kennt und schätzt.

Außerdem stellte sich die Kandidatin für den Wahlkreis 118 – Mülheim/Essen I, Franziska Krumwiede-Steiner, die bereits auf einer gemeinsamen Versammlung im Oktober in Mülheim gewählt wurde, den Mitgliedern vor. Die 31-jährige Doktorandin ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Mülheim und tritt in Essen im Stadtbezirk Borbeck an.