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Beschluss

Forschen für den Wandel – Für ein neues Innovationsverständnis

Nur mit Kreativität und Erfindergeist wird es uns gelingen, grüner zu wirtschaften und zu leben. Wissenschaft und Forschung sind die wichtigsten Ressourcen für die ökologische und soziale Modernisierung. Ob Solarzelle, Mikrokredite, neue Mobilitäts- oder Wohnkonzepte – bei all diesen Erfindungen spielten Forschung und Wissenschaft die Schlüsselrolle. Sie sind Ideengeber, Vorreiter und kritische Begleiter von Innovation.

Das deutsche Innovationssystem hat einen guten Ruf, dennoch muss es verbessert und neu ausgerichtet werden. Wir brauchen Forschung und Wissenschaft, um unsere Lebensqualität zu verbessern und eine klimaverträgliche Gesellschaft zu werden. Die Bedrohung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist weit fortgeschritten. Ohne deutlich mehr Forschung für den Wandel und ohne neue Prioritätensetzungen können wir den Wettlauf mit der Zeit nicht gewinnen. Heute orientiert sich Innovation vor allem am Export wissensintensiver Güter, an Patenten und Industriebeteiligungen. Aber wir brauchen Innovationen nicht nur für Konsummärkte und Handelsbilanzen. Forschung und Wissenschaft sind nicht bloß Input für die deutsche Exportindustrie.

Auch die Enquetekommission des Bundestags „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ machte das in ihrem Abschlussbericht von 2013 deutlich: Innovationen sollen zu mehr Lebensqualität führen. Dazu gehört ein neues Verständnis von Innovation, das neben technischem auch sozialen Fortschritt in den Blick nimmt. Denn das blinde Wachstumsmodell, das Ressourcen und Energie verschlingt und auf technischen Fortschritt verengt ist, hat sich überholt. Wir brauchen eine ganzheitliche Innovationspolitik, die Wissenschaft und Forschung in ihrer Bedeutung für die ökologische Modernisierung stärkt.

 

PDF:

Fraktionsbeschluss_Forschen_fuer_den_Wandel