Ruhrbischof Overbeck diskriminiert Lesben und Schwule erneut – Essen hat diesen Bischof nicht verdient
Zu den Aussagen des Essener Bischofs Overbeck in der Süddeutschen Zeitung am Wochenende, wonach „“praktizierte Homosexualität“ „objektiv sündhaft“ sei, erklärt Kai Gehring, Essener Bundestagsabgeordneter der Grünen:„Wenn der Ruhrbischof Homosexuelle wiederholt der Sünde bezichtigt, dann beleidigt und entwürdigt er Lesben und Schwule. Dies ist rund um den zehnten Geburtstag der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft und mitten in der Christopher-Street-Day-Saison eine besondere Provokation und Respektlosigkeit.
Eine katholische Kirche, die als moralische Instanz ihre Glaubwürdigkeit verloren hat, muss endlich aufhören, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu predigen und Minderheiten gleiche Rechte abzusprechen.
Overbecks Äußerungen und die lebensfremde Sexuallehre des Vatikan sind mit Grund dafür, weshalb es in der katholischen Kirche 2010 erstmals mehr Austritte als Taufen gab. Wer wie Overbeck Schwule und Lesben als sündhaft stigmatisiert, drängt sie nicht nur zurück an den Rand der Gesellschaft, sondern sie und aufgeklärte Christen zum Kirchenaustritt.
Essen hat einen modernen Bischof verdient, der zur Lebensrealität der Menschen im Ruhrgebiet passt – keinen ewiggestrigen, der andere ausgrenzt statt wertschätzt. Overbeck wird mit seinen Äußerungen immer mehr ein Fall für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.“







