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29. April 2011

Freiwillig statt pflichtverordnet – Das Ehrenamt bringt’s!

Am 1. Juli dieses Jahres startet der neue Bundesfreiwilligendienst. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes sollen so jährlich bis zu 35.000 Jugendlicher und Bürger aller Altersgruppen für ehrenamtliche Tätigkeiten gewonnen werden.

Dazu erklärt der grüne Essener Bundestagsabgeordnete Kai Gehring:

„Der Ausstieg aus dem Zivildienst stellt die Einrichtungen und Träger in Essen vor große Herausforderungen. Gerade für Pflegebedürftige und Gehandicapte dürfen Zivildiensttätigkeiten nicht wegfallen, sondern müssen durch zusätzliche Pflegekräfte und Freiwillige ersetzt werden. Für den Ausstieg aus der Wehrpflicht haben wir Grüne 30 Jahre lang geworben, dieses Ziel steht in unserer Geburtsurkunde. Deshalb haben wir im Bundestag diesen Schritt unterstützt. Die Bundesregierung hat uns auch an ihrer Seite, wenn bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden soll.

Wir brauchen auch in Essen ein stärkeres Bewusstsein für freiwilliges Bürgerengagement. Es liegt jetzt an der Bundesregierung und den Einrichtungen vor Ort, den neuen Bundesfreiwilligendienst zu bewerben und mitzuhelfen, ihn zu einem Erfolgsmodell zu entwickeln. Nur dann kann er ein Baustein sein, eine neue Kultur der Freiwilligkeit zu etablieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ehrenamtliches Engagement eine persönliche Bereicherung ist.

Ehrenamtlich Aktive werden auch in Essen verstärkt gebraucht. Als vorbildliche Anlaufstelle hat sich hier in den letzten Jahren die Ehrenamt Agentur erwiesen. Bei meinem letzten Besuch am vergangenen Donnerstag (21.4.) konnte ich mich von den vielfältigen Angeboten und beachtlichen Vermittlungsergebnissen überzeugen. Im Gespräch mit ehrenamtlich aktiven Jugendlichen aus Essen wurde aber auch deutlich, dass bürgerschaftliches Engagement noch besser anerkannt werden muss. Eine stärkere Würdigung des Ehrenamts würde dessen gesamtgesellschaftliche Nutzen besser sichtbar machen und Andere zum mitmachen motivieren.“