E.on muss Energiewende umsetzen statt Stellenabbau und Standortschließung
Zu dem von E.on angekündigten Abbau von bis zu 11.000 Stellen weltweit und zur heutigen Sitzung des Konzernbetriebsrats erklärt Kai Gehring, Essener Bundestagsabgeordneter:„Wir teilen die großen Sorgen um die Beschäftigten und den Essener Standort in Rüttenscheid. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht die Zeche für jahrelange Managementfehler der Konzernspitze zahlen. Das Mindeste muss sein, dass die Beschäftigungszusage bis Ende 2012 fort gilt. Daher unterstützen wir den Konzernbetriebsrat und die Gewerkschaften in den anstehenden Diskussionen. Jetzt müssen alle Fakten zum Sparplan auf den Tisch und die Zitterpartie beendet werden.
Eine Schließung des Essener Standortes ist unnötig und wäre ein herber Rückschlag für die Energiemetropole Essen. Anstelle von Stellenabbau und Standortschließung muss der größte deutsche Energieversorger die lange überfällige Energiewende auch im eigenen Haus einleiten. E.on muss endlich für eine energiepolitische Kurskorrektur und klare Zukunftsperspektive sorgen. Zu einem zukunftsweisenden und klimaschonenden Energiemix gehören eine dezentrale Erzeugungsstruktur aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung.
Der angekündigte massive Stellenabbau ist die fatale Folge verfehlter Konzernpolitik und Managementfehlern der Unternehmensleitung. Anstatt die ökologische Modernisierung der Energiewirtschaft durch innovative Investitionen voranzutreiben, hat E.on an seinem veralteten Geschäftsmodell aus Atom- und Kohlekraftwerken festgehalten. Offenbar waren üppige Gewinne in der Vergangenheit wichtiger als eine energiepolitisch vernünftige Zukunftsstrategie ohne Stellenabbau.
Die Bundesregierung trägt mit ihrem energiepolitischen Zickzack-Kurs eine Mitschuld am Verschlafen der Energiewende: FDP, CDU und CSU haben den Energiekonzernen erst vor wenigen Monaten eine Revision des rot-grünen Atomkonsens durch Laufzeitenverlängerungen beschert, um sich dann nach dem Fukushima-Gau abrupt zu korrigieren.“








