Jeder Tag muss ein Boys‘ Day sein
Zum morgigen ersten bundesweiten Boys' Day erklärt Kai Gehring, Sprecher für Jugendpolitik:Bereits vor fünf Jahren haben wir die Einführung eines Boys' Days gefordert - nun wird endlich der erste bundesweit durchgeführt. Für eine nachhaltige Jungenpolitik reicht ein einzelner symbolträchtiger Boys' Day allein aber überhaupt nicht aus. Neue Wege und Perspektiven für Jungs müssen das ganze Jahr über angeboten werden - mit einem breiten Spektrum an Ausbildungs-, Studien- und Berufswahlmöglichkeiten, auch für Erzieher- und Pflegedienste.
Der Bundesregierung und der zuständigen Ministerin fehlen der notwendige Gestaltungswillen. Mädchenförderung wird gegen Jungenpolitik ausgespielt. Dies ist ebenso falsch wie Ministerin Schröders Versuch, eine untaugliche Familienpflegezeit als neue Männerpolitik zu verkaufen oder eine Ausweitung der Partnermonate beim Elterngeld einfach vom Tisch wischen. Wir wollen eine Jungenpolitik, die Jungen individuell fördert, Teilhabe ermöglicht und Mädchenpolitik sinnvoll ergänzt.
Zukunftschancen junger Menschen werden dadurch eingeschränkt, dass oft nur geschlechtstypische Berufe in Betracht gezogen werden. Deshalb müssen in allen Schulen und in der Berufsberatung geschlechterstereotype Berufsinteressen hinterfragt werden. Um die Aufmerksamkeit zu steigern und den unterschiedlichen Herausforderungen der Jungen- und Mädchenpolitik gerecht zu werden, schlagen wir zudem die terminliche Trennung von Girls- und Boys-Day vor.








