Suche in http://kai-gehring.de/
Vorausschauen
BIODIVERSITÄT 2020
20 FAKTEN ÜBER ATOMKRAFT
ATOMAUSSTIEG EINFACH SELBER MACHEN UND JETZT STROM WECHSELN
Mitglied werden
22. März 2011

Hochschulpakt: Schavan ist Chef-Architektin des Studienplatz-Notstandes

Zum heutigen GWK-Beschluss zu den Konsequenzen aus der Aussetzung von Wehr- und Zivildienst erklärt Kai Gehring, Sprecher für Hochschulpolitik:

Anstatt den Hochschulpakt auf ein solides Fundament zu stellen, haben Bund und Länder eine Flickschusterei verabredet. Chef-Architektin Schavan und ihre Poliere aus den Wissenschaftsministerien der Länder haben es nicht vermocht, der kommenden Generation von Studienberechtigten schlüsselfertige Lösungen für ausreichend Studienplätze anzubieten. Eine bloße Verwaltung des Studienplatzmangels führt dagegen zu flächendeckenden Einser-NCs und noch schlechteren Studienbedingungen.

Der Bundesregierung ist seit vielen Monaten bekannt, dass jetzt 150.000 junge Männer zusätzlich vor der Entscheidung stehen, ein Studium, eine Ausbildung oder einen Freiwilligendienst aufzunehmen. Doch selbst im optimistischsten und unwahrscheinlichen Szenario von 59.000 zusätzlichen Studienanfängerplätzen und 35.000 Freiwilligendienstplätzen gucken im Herbst rund 50.000 junge Menschen in die Röhre. Wegen der Hauruck- und Chaos-Politik der Bundesregierung droht ihnen eine Warteschleife.

Die geplante kleine Aufstockung des Hochschulpaktes ignoriert, dass bis 2015 ohnehin rund 450.000 Studienanfänger erwartet werden. Eine verantwortungsvolle Bauleitung hätte dafür heute eine große Lösung präsentiert. Die beherzte Ausweitung des Hochschulpakt zu einem grünen "Pakt für Qualität in Lehre und Studium" wäre eine schlüsselfertige Lösung, allen Studienberechtigten einen Platz anzubieten.