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17. März 2009

Gewalt ächten und Prävention ausbauen

Zur Vorstellung der Ergebnisse des Forschungsprojekts "Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt" erklärt Kai Gehring, jugendpolitischer Sprecher:

Die Studie zeigt, dass nur konsequente Prävention wirksam und nachhaltig zur Verhinderung von Jugendgewalt beitragen. Deshalb müssen Anti-Gewalt-Maßnahmen verstetigt und ausgebaut werden. Notwendig sind eine Kultur des Hinsehens und die Thematisierung von Gewalt und Ausgrenzung im direkten Lebensumfeld der Jugendlichen.
 
Gewalterfahrungen in der Familie erhöhen das Risiko von späterem Gewalthandeln. Rot-grüne Reformen wie das Verbot von Gewalt in der Erziehung und das Gewaltschutzgesetz haben innerfamiliäre Gewalt reduziert.
 
Eklatante Defizite gibt es bei der Bekämpfung von rechtsextremer Gewalt. Demokratische Jugendkultur muss deshalb endlich verstärkt gefördert werden. Es darf nicht so bleiben, dass in einigen Regionen Rechtsextreme die scheinbar attraktivsten Freizeitangebote machen und Jugendliche damit für ihre menschenfeindliche Ideologie ködern.