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28. Juni 2011

Fehlstart für den Bundesfreiwilligendienst

Zum Start des Bundesfreiwilligendienstes am 1. Juli erklären Kai Gehring, Sprecher für Jugendpolitik, und Britta Haßelmann, Parlamentarische Geschäftsführerin:

Die Startprobleme des handwerklich schlecht gemachten und überstürzt eingeführten Bundesfreiwilligendienstes waren vorhersehbar. Sie können nur überwunden werden, wenn Ungleichbehandlungen der Dienste und Intransparenz beseitigt sowie endlich attraktive Anreize für alle Freiwilligendienstleistende geschaffen werden.

 

Die Hau-Ruck-Aktion der Bundesregierung hat die junge Generation eher verunsichert als informiert. Das muss jetzt nachgeholt werden. Allein für das Jahr 2011 plant das Familienministerium 2,5 Millionen Euro für Werbekampagnen im Bundesfreiwilligendienst auszugeben. Dies steht in keinem Verhältnis zu Mittelkürzungen um bis zu 20 Prozent in diesem Haushaltsjahr für andere engagementfördernde Maßnahmen etwa im strukturellen und pädagogischen Bereich. Wirkungsvoller als Plakatkampagnen wäre die direkte Ansprache Jugendlicher durch aktive oder ehemalige Freiwilligendienstleistende.

 

Auch für ältere Menschen ist der Bundesfreiwilligendienst keine Lösung. Ende des Jahres läuft der Freiwilligendienst aller Generationen aus, ohne eigenes Anschlusskonzept.