Bildungsstreik 2011: Endlich für Bildungsgerechtigkeit sorgen
Zu den bundesweiten Bildungsstreiks am Weltstudierendentag erklärt Kai Gehring, Sprecher für Bildungs- und Hochschulpolitik:Schüler, Azubis und Studierende erleben tagtäglich, dass die "Bildungsrepublik" ein Etikettenschwindel ist. Sie haben unsere Unterstützung, wenn sie gegen die soziale Spaltung im Bildungssystem, die chronische Unterfinanzierung von Schulen und Hochschulen sowie mangelnde Lern- und Studienbedingungen protestieren.
Ministerin Schavan muss endlich für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen und Blockaden überwinden, die Aufstieg durch Bildung verhindern. Die junge Generation braucht gute Schulen, Ausbildungs- und Studienplätze für alle, mehr Qualität in Ausbildung und Studium sowie eine soziale Öffnung der Hochschulen.
Doch anstatt unser Bildungs- und Hochschulsystem besser auszufinanzieren, provoziert die Koalition mit ihren milliardenschweren Steuersenkungen Bildungsabbau. Finanzkrise, Schuldenbremse und Kooperationsverbot dürfen sich nicht als Bildungsinvestitionsbremse auswirken – das wäre ungerecht und ökonomisch irrwitzig.
Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen, um eine Bildungsrepublik zu bauen. In den Landesregierungen haben wir Studiengebührenfreiheit erkämpft, stellen die Weichen für längeres gemeinsames Lernen, bauen Studienplätze auf und Zugangshürden ab. Dafür braucht es mehr Unterstützung vom Bund und konkretes Handeln der Bundesregierung.
Zu Recht erwartet die junge Generation politische Initiativen für gute Ausbildung statt Warteschleifen, für einen besseren Hochschulpakt statt weiterer Mangelverwaltung, für mehr BAföG statt vereinzelter Deutschlandstipendien und für ein funktionierendes bundesweites Hochschulzulassungssystem statt Zugangswirrwarr.








