17. Juni 2010
Weniger private Waffen
Die Amoktaten der vergangenen Jahre haben uns wiederholt schockiert. Die Prävention von Amokläufen bedarf einer umfassenden Strategie, die der Komplexität des Phänomens gerecht wird. Dabei geht es zum einen um eine Kultur der Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber ersten Anzeichen von sozialer Isolation und um das Verhindern von Kränkungen und Demütigungen vor allem in der Schule. Neben Eltern und Gleichaltrigen kommt den Bereichen Jugendhilfe und Schule eine besondere Bedeutung zu.Ein ganz zentraler Baustein einer Präventionsstrategie ist aber auch, die Verfügbarkeit von und den Zugang zu Waffen erheblich zu erschweren bzw. zu verhindern. Denn die Amoktaten der vergangenen Jahre in Deutschland wurden mit legalen Waffen begangen. Die jugendlichen Täter konnten sich zuhause mit Waffen und Munition versorgen. Solange einsatzfähige Waffen zusammen mit Munition in Privathaushalten zu finden sind, stellen sie ein Risiko für die öffentliche Sicherheit dar. Die bestehenden Vorschriften zur Sicherung von Waffen und Munition reichen nicht aus. Einsatzfähige Waffen müssen raus aus den Privatwohnungen.








