25.02.2019  Menschenrechte

Feministische Außenpolitik konsequent umsetzen

Die Vision deutscher Außenpolitik sollte eine Welt sein, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Hautfarbe gleichberechtigt und friedlich leben können und die gleichen Chancen zur Selbstverwirklichung erhalten. Aber noch immer ist die Gleichberechtigung für Menschen verschiedener sexueller Orientierung und Herkunft ein weltweit unerreichtes Ziel. Frauen und Mädchen sowie andere marginalisierte Gruppen werden in allen Regionen der Erde strukturell diskriminiert; ihnen werden gleiche Rechte verwehrt und es wird erschwert oder verhindert, dass sie politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich gleichberechtigt teilhaben können. Frauen und Mädchen sind in besonderem Maße von Gewalt, Armut, kriegerischen Auseinandersetzungen und von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Wer diese Ungerechtigkeit beenden will, muss die ungleichen Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern, in und zwischen allen Regionen der Welt erkennen und mit einer umfassenden feministischen Außenpolitik nach Innen und Außen dazu beitragen, dass weltweit die Rechte von Frauen und marginalisierten Gruppen durchgesetzt und gestärkt und somit patriarchale Strukturen überwunden werden.

 

Die Weltgemeinschaft hat sich bereits vor 70 Jahren in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte dazu bekannt, dass alle Menschen gleiche und unteilbare Menschenrechte haben. Gewalt und Diskriminierung zu überwinden sowie Frauen, Mädchen und andere marginalisierte Gruppen zu stärken, ist nicht nur eine grundlegende Frage der Gerechtigkeit, sondern fester Bestandteil der universellen Menschenrechte. Für nachhaltigen Frieden und die positive Entwicklung aller Gesellschaften sind Geschlechtergerechtigkeit und die Überwindung von diskriminierenden Strukturen unabdingbar.

 

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