Studienplatzvergabe-Chaos: Privatisierungspläne führen zu weiteren Verzögerungen
„Seit Jahren liefert Bundesbildungsministerin Schavan beim Hochschulzulassungssystem ein dilettantisches Projektmanagement ab. Die Reaktion des BMBF auf die abermalige Verschiebung des Zulassungsverfahrens hinterlässt aber nur neue Ratlosigkeit.
Wie eine Privatisierung der HIS-Software-Sparte das Zulassungschaos beenden soll, bleibt das Geheimnis der Ministerin. Eine Privatisierung würde zusätzliche Zeit und Kapazitäten binden, die das Zulassungssystem und die Studienbewerber längst nicht mehr haben. Dass weitere Verzögerungen vorprogrammiert sind, wird für den deutschen Wissenschafts- und Technologiestandort immer peinlicher.
Bevor die Bundesministerin Fakten schafft, muss sie die Bundestagsanhörung am 18.01.2012 abwarten. Das Studienplatzvergabe-Chaos lässt sich nur durch solides Management, klare Verantwortlichkeiten, ausreichendes Budget und kluges politisches Handeln ordnen.
Angesichts des zugespitzen Zulassungschaos bei gleichzeitig tausender unbesetzer Studienplätze braucht es neben einer funktionsfähigen Software endlich eine bundeseinheitliche Regelung für Hochschulzulassungen.“








