Mit dem Männermanifest beim Bundesfrauenrat
Das Männer-Manifest formuliert Kais Ansicht nach, „dass Gleichstellung und Genderpolitik Frauen- und Männersache ist", die auch von Männern Anforderungen und Zumutungen abverlange. Männer leiden gleichermaßen unter ähnlichen Vereinbarkeitsproblemen wie Frauen, auch junge Väter haben mittlerweile den Anspruch, Kind(er), Karriere, Engagement und Freizeit miteinander vereinbaren zu können, anstatt sich für das eine oder gegen das andere entscheiden zu müssen. Daher braucht es mehr Männer, die Teilzeit arbeiten und weder als Automechaniker noch als Topmanager schief angeguckt werden, wenn sie sich verstärkt Zeit für ihre Familie nehmen wollen.
Die frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand, Astrid Rothe-Beinlich, zeigte sich erfreut über den Aufschlag, der mit dem Manifest gemacht wurde. Sie begrüßte, dass dadurch der notwendige Dialog befördert worden sei.
Grüne Frauenpolitik und der Selbstvertretungsanspruch der Frauen wird dabei von niemanden in Frage gestellt wurde. Sie gelten nach wie vor als notwenige Korrektur der bestehenden Verhältnisse. Das grüne Männermanifest richtet sich aus Sicht der Autoren auch eher an die Männer in der Partei und in der Gesellschaft, sich kritisch mit Rollenbildern auseinanderzusetzen und noch stärker wahrzunehmen, dass auch sie Verantwortung für das Thema Geschlechtergerechtigkeit trügen. Männern müssen mehr Rollen offen stehen, Jungs brauchen neue Wege und Möglichkeiten – jenseits aller geschlechtsspezifischen Pfade.










