Lesbische, schwule und transsexuelle Jugendliche stärken
Unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahren auf den ersten Blick offener und toleranter geworden - nicht zuletzt durch das unermüdliche Engagement der lesbischschwulen Bürgerrechtsbewegung und durch rot-grüne Reformen wie die eingetragene Lebenspartnerschaft. Auf den zweiten Blick bleibt das Coming-out für viele junge Schwule und Lesben auch im Jahr 2011 ein belastender und schwieriger Prozess, weil sie damit Ablehnung oder Anfeindungen riskieren - in der Familie, in der Schulklasse oder im Ausbildungsbetrieb.
Schwule und lesbische Jugendliche leiden in besonderer Weise unter Vorurteilen, Ausgrenzung und Mobbing und brauchen daher dringend Unterstützung und Solidarität. Mir ist unverständlich, wie dies von Teilen der Union weiterhin ignoriert werden kann. Wenn "du schwule Sau" zur meistgenutzten Beschimpfung auf unseren Schulhöfen zählt, dann sind wir meilenweit davon entfernt, dass alle ohne Angst verschieden sein können und Vielfalt wertgeschätzt wird. Alle Jugendlichen verdienen Respekt und haben ein Recht auf beste Bedingungen für ein selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies Aufwachsen. Schulen, Jugendeinrichtungen, Sportstätten, Vereine und Verbände müssen daher endlich allerorts zu Orten ohne Homophobie werden.








