Kai unterwegs für volle Gleichberechtigung, Rede auf dem CSD 2010
Und diese seien nicht klein: ob im Alltag, in der Gesetzgebung oder auf dem Parkett der internationalen Politik, überall ließe die Anerkennung von Menschen nicht-heterosexueller Identität zu wünschen übrig. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender müssten öffentlich Stellung beziehen gegen diskriminierende Äußerungen im privaten Bereich, im Vereinsleben, in den Medien. Diversity und Akzeptanz statt intoleranter Monokultur gelte es auch am Arbeitsplatz zu etablieren.
Auch müsse gesetzlich eine Vollendung der Gleichberechtigung erreicht werden, weshalb die Grünen eine konsequente Gleichstellung im Steuer-, Beamten, und Adoptionsrecht forderten, sowie ein Antidiskriminierungsgesetz mit Biss. Die sexuelle Identität in den Artikel drei des Grundgesetzes aufzunehmen sei ein wichtiger Schritt. Doch die Politiker dürften auch nicht die Augen vor der teilweise unerträglichen Situation in anderen Ländern verschließen. Die Einschränkung der Versammlungsfreiheit in Europa, die Todesstrafe für gelebte Homosexualität im Iran seien nur zwei Beispiele für diplomatische Aufgaben, denen auch ein Außenminister Westerwelle sich zu stellen habe.
Mit seiner Rede stellt Kai Gehring klar, Respekt und Wertschätzung von Vielfalt sind ihm eine Herzensangelegenheit, die politisches Engagement und nicht nur heiße Luft erfordert.











