Kai Gehring diskutierte über Jugendgewalt
Neben Gehring diskutierten auf dem Podium der grüne MdL Ewald Groth und der Amigonianerpater Anno Müller aus Gelsenkirchen-Feldmarkt. Viele der 30 erschienenen Gäste schalteten sich mit Wortbeiträgen und Fragen ein. Erfreulich auch der Anteil jugendlicher Gäste. Gehring: „Debatten über Jugendgewalt werden oftmals an den Jugendlichen vorbei geführt. Ich setze auf den Dialog mit ihnen: Nur eine Politik, die Kinder und Jugendliche mitnimmt, kann eine gute Politik sein.“
Die Diskutanten waren einhellig der Meinung, dass die reflexartigen Forderungen nach härteren Strafen im Jugendstrafrecht keine Lösungen bieten. Wer sich durch zehn Jahre Gefängnis nicht von einer schweren Tat abschrecken lässt, den werden auch 15 Jahre kaum davon abhalten. Vielmehr seien längere Haftstrafen oder Arrest ohne pädagogische Begleitung für die Resozialisierung Jugendlicher schädlich. Hier wird oftmals der Kontakt zum kriminellen Milieu hergestellt.
„Wer Jugendgewalt erfolgreich bekämpfen will, muss bei den Ursachen ansetzen“, so Gehring. „Wir brauchen eine wirksame Prävention, die verhindert, dass aus Kindern gewalttätige Jugendliche werden. Gewaltfreie Erziehung beginnt im Elternhaus und bereits im Kindergarten.“ In der Schaffung von Perspektiven für Jugendliche sieht der Essener MdB einen weiteren Beitrag zur Gewaltprävention: „Je mehr Chancen ein junger Mensch auf eine gute Ausbildung hat, desto geringer ist die Gefahr, dass er gewalttätig wird.“








