Hochschulpakt für das Studierenden-Hochplateau rüsten
Die deutlich nach oben korrigierte KMK-Prognose gießt in Zahlen, was sich schon lange abzeichnet: die Verdopplung der Studienanfängerzahlen. Dem vermeintlich kurzzeitigen „Studierendenberg“ folgt keine Talfahrt, sondern ein dauerhaftes Hochplateau. Diese bildungspolitisch hocherfreuliche Nachricht muss nun zügig zu einer Aufstockung des Hochschulpaktes führen. Anstatt sehendes Auges die bundesweit ohnehin schon überfüllten Hochschulen zum Überlaufen zu bringen, muss Bundesbildungsministerin Schavan nachlegen und gemeinsam mit den Ländern umgehend einen weiteren Studienplatz-Ausbau auf den Weg bringen.
Der unterdimensionierte und unterfinanzierte Hochschulpakt darf nicht länger gedeckelt, sondern muss zu einem Qualitätspakt ausgebaut werden. Neben zusätzlichen Studienplätzen braucht es klare Verabredungen über den Ausbau der Infrastruktur und bessere Studienbedingungen. Denn zu einem Studienplatz gehört nicht nur ein Platz im Seminar, ein Sitzplatz im Hörsaal, sondern auch eine gute Infrastruktur, das heißt Beratungsangebote, bezahlbaren Wohnraum, moderne Bibliotheken und Mensen.
Perspektivisch muss zudem eine Master-Komponente verhandelt werden, die dem Bedarf von Bachelor-Absolventen gerecht wird.







