Heute ist ein guter Tag... um kommunale Gleichstellungsarbeit zu stärken!
Während des Gesprächs stellte Frau Kaßner ihre Arbeit, die aktuellen Projekte und Initiativen der Essener Gleichstellungsstelle vor. In der historischen Bewertung der Gleichstellungspolitik waren sich beide einig: Zwar sei in den vergangenen Jahren viel erreicht worden, dennoch müsse jede Generation immer wieder neu für Gleichstellungsbelange gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund, so Frau Kaßner, sei das Netzwerken der Frauen untereinander immens wichtig. Als Beispiel nannte sie das Essener Frauenbündnis, das 1994 von Frauen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen, Verbänden, Institutionen und anderen gesellschaftlichen Bereichen gegründet wurde und deren Geschäftsführung bei der Gleichstellungsstelle angesiedelt ist. Darüber hinaus sei es auch wichtig, Männer als Bündnispartner zu gewinnen.
Auch die grüne Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten war Gesprächsthema. Nach fruchtlosen Versuchen, den Frauenanteil durch freiwillige Selbstverpflichtungen zu erhöhen, so waren sich beide einig, müsse die Politik nun endlich entschlossen handeln und eine Quote stufenweise einführen.
Facts zur Essener Gleichstellungspolitik:
- 1984 wurde die Gleichstellungsstelle eingerichtet
- seit 1989 existiert eine Anweisung zur geschlechtsneutralen Verwaltungssprache
- 1992 wurde der erste Frauenförderplan mit einer geschlechtsspezifischen Darstellung der Beschäftigtenstruktur verabschiedet
- 1994 wurde das Essener Frauenbündnis gegründet
- Ende 1997 haben die ersten Frauenbeauftragten in den einzelnen Fachbereichen auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses ihre Arbeit aufgenommen
- 1999 wurde eine Dienstanweisung zum Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz veröffentlicht
- Insgesamt 71 Frauenbeauftrage in der Essener Verwaltung
Weitere Infos: http://www.frauenportal.essen.de/index.htm








