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25. November 2008
Antrag, Jugendliche

Haushalt nicht generationengerecht

Die Beratungen für den Haushalt 2009 sind eine Farce. Seriöse und reflektierte Beratungen waren weder möglich, noch waren sie seitens der Bundesregierung und der Koalition gewollt. Die Koalition hat sich seit ihrem ersten gemeinsamen Haushalt im Jahr 2006 auf sehr guten konjunkturellen Bedingungen ausgeruht, nun wird mit der einsetzenden Krise der für das Jahr 2011 geplante Haushaltsausgleich auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Die Koalition war groß darin, ungebremst viel Geld auszugeben und schlecht darin, für schlechte Zeiten vorzusorgen.

Wir haben die Regierung mehrfach aufgefordert, einen Haushaltsentwurf vorzulegen, der die aktuelle konjunkturelle Situation berücksichtigt und den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber transparent und ehrlich ist. Anstatt aber in der ernsten Krise der Finanzmärkte und der drohenden Rezession einen ehrlichen Kassensturz zu machen und offen über alle bestehenden Risiken zu reden, hat die Große Koalition den Schönwetter-Haushalt vom Juli nicht ausreichend angepasst. Immer noch wird der Eindruck vermittelt, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise nur geringe Schleifspuren hinterlässt. In Wahrheit führt der bisherig leichtfertige Kurs, nämlich neue Einnahmen stets für neue Ausgaben zu verschleudern, scharf auf die Leitplanke zu. Um den Bundeshaushalt zu konsolidieren und für kommende Generationen zukunftsfest zu gestalten, ist stattdessen eine konsistente und nachhaltige haushaltspolitische Strategie notwendig.

25-11_EA__HG-2009.pdf 25-11 EA HG-2009 (Größe: 144 KB, Typ: pdf, Zuletzt geändert: 07.08.11)
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