Frühe Mitbestimmung als Qualitätsmerkmal
Kai Gehring stellte eingangs die parlamentarischen Initiativen für eine frühere und bessere demokratische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vor. Darin wird auf die UN-Kinderrechtskonvention verwiesen und deren weitere Umsetzung angemahnt. Gefordert wird die eine Neuauflage des nationalen Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland“. Zu den wesentlichen Hausaufgaben dieses Aktionsplans gehört, für alle Kinder Beteiligungsangebote zur Verfügung zu stellen. Bei der konkreten Umsetzung von Beteiligungsrechten müssen schon vielfach entwickelte Qualitätskriterien angewandt werden.
Modellprojekte wie die „Kinderstube der Demokratie“ zeigen, wie Partizipation von (kleinen) Kindern funktioniert. Die Vorgehensweisen und Ergebnisse dieses Projekts in Schleswig-Holstein und NRW stellte Rüdiger Hansen mit anschaulichen Beispielen vor. Demokratische "Spielregeln" stärkten Kinder und verändern das Klima in den Kitas insgesamt positiv. Durch „Verfassungen“ für die Einrichtungen und die Verankerung von Rechten für die Kinder können demokratische Lernorte entstehen.
Diskutiert wurden auch Fragen von Ausstattung, Personal und Verfügungszeiten bis hin zur Aus- und Fortbildung. Die Erfahrungsberichte der TeilnehmerInnen belegten einerseits die Notwendigkeit einer guten Ausstattung, andererseits dürften materielle Defizite nicht vorgeschoben werden, um frühe demokratische Beteiligung zu verhindern. Veränderungen könnten in den Einrichtungen durch Projekte beginnen und würden dann schnell ausstrahlen. Zudem wurde betont, dass demokratische Partizipation die Kommunikationsfähigkeit aller, Erwachsener wie Kinder, erhöht. Sie sei damit ein auch ein wichtiger Schlüssel zur Bildung.








