Boys´ Day - der Jungen-Zukunftstag
Jungen haben vielfältige Interessen, Kompetenzen und Bedürfnisse. Dennoch wählt mehr als die Hälfte der männlichen Auszubildenden einen von zwanzig eher jungentypischen Ausbildungsberufen für sich aus. Im sozialen, pflegerischen oder erzieherischen Bereich sind Jungen - trotz sich zuspitzendem Fachkräftemangel - bisher unterrepräsentiert. Daher ist es an der Zeit, den Horizont zu erweitern, Jungen ein breiteres Spektrum und zusätzliche Zugänge zu eröffnen. Während sich der Girls´ Day bereits als feste Tradition etabliert hat, findet sein Pendant Boys´ Day in diesem Jahr am 14. April zum ersten Mal bundesweit statt. Als Zukunftstag soll er Jungen neue Wege und weitere Perspektiven jenseits traditioneller Lebens- und Jobpfade eröffnen. Der Tag ist ein guter Anlass, Jungen einen Einblick in Berufswelten zu geben, in denen der Frauenanteil stark überwiegt.
Als Jugendpolitiker, der schon vor Jahren einen Boys´ Day eingefordert hat, finde ich den bundesweiten Zukunftstag überfällig und wichtig, um Jungen entsprechende Einblicke, Informationen und Orientierungshilfen anzubieten. Initiativen wie diese brauchen aber jede Unterstützung, um bekannt und erfolgreich zu werden. Initiativen können von verschiedensten Einrichtungen, Organisationen, Bildungsinstitutionen oder Unternehmen sowie Selbstständigen und Freiberuflern ausgehen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Jungen lernen ihnen unbekannte Berufe praxisnah kennen, Schulen verbessern ihre Berufsorientierung, Eltern können den Orientierungsprozess ihrer Söhne aktiver begleiten, mitmachende Institutionen und Betriebe erschließen sich neue Ressourcen. Ein Zukunftstag ist ein Gewinn für alle Seiten und ein Impuls für die Netzwerkarbeit vor Ort, im Stadtteil oder der Region.







