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Pressemitteilung

BMBF-Maßnahmen für Flüchtlinge: Wirkung kurzfristig, Finanzierung kurzsichtig

Zu den heute von Bundesbildungsministerin Wanka und DAAD-Präsidentin Wintermantel vorgestellten „BMBF-Maßnahmen zum Thema Flüchtlinge an Hochschulen“ erklärt Kai Gehring, Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung:

Zehntausende junge Geflüchtete haben das Zeug zum Studium oder bringen sogar Studienerfahrungen und -abschlüsse mit. Das Maßnahmenpaket des Ministeriums ist ein guter Auftakt, ihnen den Weg an die Hochschulen zu öffnen. Allerdings ist es fatal, dass Union und SPD das Paket zu Lasten von Haushaltsmitteln aus anderen Bildungsbereichen geschnürt haben. Eine wirksame Bildungsoffensive setzt auf mehr Chancen für alle, die hier leben: frühkindlich, schulisch, beruflich bis zur Hochschule. Sie alle brauchen Einstiege und Aufstiege.

Nach den heute vorgestellten Kurzfristmaßnahmen muss Ministerin Wanka zügig den Ausbau der Infrastruktur an den Hochschulen forcieren. Ohnehin sind zusätzliche Studienplätze, Hörsäle, soziale Infrastruktur bis hin zu zusätzlichen Welcome-Centern und internationalen Büros notwendig, durch zehntausende zusätzliche Studierende wird dies umso dringender.

Auch Flüchtlinge bringen den Hochschulen Internationalität und Weltoffenheit und stärken Deutschland als drittbeliebtestes Gastland für internationale Studierende. Davon profitiert unser Land intellektuell, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Die Zahl der Erfolgsgeschichten wird umso höher sein, je entschlossener wir in die Chancen für alle investieren.