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Kleine Anfrage

Planungen der Bundesregierung für ein neues Russland- und Osteuropa-Institut

Bereits seit Jahren nimmt in Deutschland die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Osteuropa ab. Dies hing auch mit dem Ende des Kalten Krieges, dem damit verbundenen Rückgang der Vergleichenden Politikwissenschaft in diesem Bereich sowie der späteren Abnahme der Forschung zur Entwicklung der ehemaligen Sowjetrepubliken zusammen. Wissenschaftliche Studien über die östlichen Nachbarländer Deutschlands hängen viel zu sehr vom Engagement einzelner Forscherinnen und Forscher ab. In der Folge hat insbesondere die Expertise zu politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Dynamiken im postsowjetischen Raum stark nachgelassen.

 

Gleichzeitig waren und sind die Entwicklungen im postsowjetischen Raum für die Europäische Union und die Zukunft Europas von immenser Bedeutung. In vielen Ländern Osteuropas ist der demokratische Transformationsprozess nicht vollendet, unterbrochen oder von lokalen Eliten gezielt torpediert worden. Was dies für dauerhaften Frieden und Stabilität in Europa bedeutet, zeigt die gegenwärtige europäische Krise, die durch die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und den von Russland unter Präsident Wladimir Putin in der Ostukraine geführten Krieg ausgelöst wurde, besonders drastisch.

 

PDF:

Antwort_KA_Osteuropaforschung_1805035

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