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Kleine Anfrage

Analphabetismus und Grundbildung in Deutschland

Neben dem primären Analphabetismus, bei dem Menschen aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, sich die Schriftsprache anzueignen, bilden die „funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten“ eine weitaus größere Gruppe. Das Ausmaß des funktionalen Analphabetismus ist in Deutschland besonders durch die Veröffentlichung der sogenannten Level-One-Studie 2010 in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

So leben in Deutschland rund 7,5 Millionen funktionale Analphabetinnen und Analphabeten im arbeitsfähigen Alter, das sind 14,5 Prozent der deutschsprechenden erwerbstätigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren, die die Funktion von Schrift nur sehr eingeschränkt nutzen können. Analphabetismus und mangelnde Grundbildung sind dabei Formen von Bildungsarmut, die die betroffenen Menschen massiv in ihren sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Teilhabemöglichkeiten einschränken. Auf der anderen Seite entstehen durch Analphabetismus und einem damit einhergehenden Fachkräftemangel sowie der Abhängigkeit von Transferleistungen massive volkswirtschaftliche Schäden.

 

PDF:

KA_Alphabetisierung_Antwort_1804910

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