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Pressemitteilung

Private Überschuldung alarmierend – Quartiersentwicklung in Essener Innenstadt weiter vorantreiben!

Zu den vorab bekannt gewordenen Zahlen des morgen erscheinenden bundesweiten „Schuldneratlas“, nach denen rund 30 Prozent der erwachsenen Bewohner der Essener Innenstadt überschuldet sind, erklärt Kai Gehring, Bundestagsabgeordneter und Grünen-Parlamentarier aus Essen:

Die neuesten Zahlen des „Schuldneratlas“ sind alarmierend und zeigen wie dringend notwendig es ist, wirksame Wege aus Überschuldung und Armut für das Essener Innenstadtviertel zu gehen. Eine gute Stadtentwicklung sowie kluge Sozial- und Bildungspolitik vor Ort müssen noch stärker dazu beitragen, dass Bewohnerinnen und Bewohner in innenstädtischen Quartieren gleiche Teilhabe- und Aufstiegschancen haben. Da oftmals ein geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, Jugend- oder Altersarmut zu privater Verschuldung führen, muss die Essener Arbeitsmarkpolitik mehr Jobs mit höheren Verdienstmöglichkeiten schaffen und endlich breitere Brücken aus der Langzeitarbeitslosigkeit bauen.

Ermutigende Impulse für eine innerstädtische Belebung wie das Kreativquartier, das neue Kreuzeskirch- sowie Universitätsviertel müssen gestärkt werden, damit gute Arbeitsplätze entstehen und eine bessere Quartiersentwicklung für alle weiter vorankommt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt bei dieser Entwicklung beteiligt sind und mitgenommen statt verdrängt werden – gerade für eine solche nachhaltige soziale Stadtentwicklung ist eine echte Mietpreisbremse unerlässlich. Um Wege aus der Schuldenfalle zu ebnen, ist neben einer guten Schuldnerberatung auch eine stärkere Vorsorge durch Verbraucherbildung bereits in der Schule wichtig.